
Zitat von
Schlafzimmerbett
1.
Dein System ist kein System, sondern eine Strategie.
2.
Es ist die einfache Martingale. Diese ist so alt wie das Roulette-Spiel.
3.
Die einfache Martingale funktioniert. Unter der Voraussetzung Du hast unbegrenzt Geldmittel zur Verfügung und es gibt kein Tischmaximum. Da beides nicht der Fall ist, funktioniert die Martingale leider nur in der Theorie. Oder mit Glück auch in der Praxis. Aber wenn ich auf Glück spiele, kann ich alles spielen. Ohne System, ohne Strategie - und gewinne oder verliere nicht mehr oder weniger wie mit der Martingalen.
4.
Warum? Weil es hier immer um die sogenannten Permanenzen resp. negative Permanenzen geht... es fällt 5x rot, setze ich auf schwarz. Fällt wieder rot, erhöhe ich meinen Einsatz entsprechend der Martingalen auf schwarz. Die Wahrscheinlichkeit, daß eine Permanenz aber länger andauert wie die Martingale durch das Tischmaximum begrenzt ist, ist leider höher als mein maximaler Gewinn bis zu diesem Totalverlust meines Coups sein kann. Dh. auf Dauer verliere ich immer mit diesem System!
5.
Lösung des ganzen: Martingale soweit ok, allerdings Limits setzen. Dh. ich erhöhe nicht blind weiter bis ich nicht mehr kann, sondern setze mir Ziele. Was will ich gewinnen? Was bin ich bereit dafür maximal zu investieren? Zb. ich fange mit einem Stück an und spiele die Martingale 4x. Habe ich dann verloren, schreibe ich 1-2-4-8 (also 15) Stück ab und fange wieder von vorne an mit einem Stück. Mein Risiko zu verlieren ist nach wie vor gleich hoch, allerdings ist die Höhe des möglichen Verlustes begrenzt. Nur so hab ich die Chance in einer "Pechsträhne" mit einem blauen Auge davonzukommen...
Grüße
PS: Der ach so unwahrscheinliche Fall, daß 17x rot kommt, einmal schwarz und dann sage und schreibe 23x rot hintereinander... ich hab ihn erlebt. Da ist jedes "System" am Ende! Und ruck zuck sind selbst bei einem Stück Grundeinsatz tausende von Stück weg - wenn man keine Limits gesetzt hat!
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