Grand Casino Luzern droht erneut Millionenklage

Das Luzerner Grand Casino ist von einem Exmitarbeiter verklagt worden. Streitpunkt: die Pausen während der Arbeitszeit.


Das Grand Casino Luzern ist von einem
Exmitarbeiter verklagt worden.

Roman Bieri* hat während über zwei Jahren im Grand Casino Luzern gearbeitet. Laut Arbeitsgesetz hatte er täglich Anspruch auf mindestens eine halbstündige Pause. «Weil ich aber immer auf Pikett sein musste, konnte ich diese oft nicht beziehen», sagt Bieri. Das sei auch bei den anderen rund 160 Mitarbeitern gang und gäbe gewesen. Weiter habe die Vorschrift gegolten, dass die Mitarbeiter das Casino während der Pause nicht verlassen dürfen. Doch aus Angst vor einem Jobverlust habe sich niemand gewehrt.

Bieri hat die Angelegenheit nun mit Anwalt Hans Suppiger vor das Arbeitsgericht gebracht. Dieser hatte bereits 2006 erfolgreich gegen das Casino prozessiert. Damals erreichte er, dass das Casino den Angestellten 2,4 Mio. Franken Trinkgelder zurückzahlen musste. «Das Personal wurde aber auch systematisch um die Arbeitspausen geprellt», so Suppiger. Bei Bieri fordert er nun rund 16 000 Franken zurück. Für ihn ist klar: «Würden alle Betroffenen wegen mangelnder Arbeitspausen klagen, müsste das Casino wieder eine einstellige Millionensumme nachzahlen.»

Casino-CEO Wolfgang Bliem widerspricht den Vorwürfen. «Wir haben uns von jeher an die arbeitsgesetzlichen Vorgaben gehalten und auch die Pausen und Ruhezeiten immer eingehalten.» Das Urteil steht noch aus.

Quelle: http://www.20min.ch/news/luzern/story/Grand-Casino-Luzern-droht-erneut-Millionenklage-30677189