Im Streit um das staatliche Glücksspiel- und Lottomonopol geraten die
Ministerpräsidenten in Erklärungsnot. Während die Länderchefs offiziell alles dafür tun,
die Spielsucht zu bekämpfen, planen staatlich zugelassene Spielbanken jetzt eine Online-
Offensive, um neue Spieler zu gewinnen.
Das berichtet die WirtschaftsWoche in ihrer neuen Ausgabe. Erst im März hatte das
Bundesverfassungsgericht klargestellt, das Staatsmonopol sei nur dann gerechtfertigt,
wenn es dazu diene, die Spielsucht einzudämmen. Mit einem neuen Staatsvertrag, den die
Ministerpräsidenten am 13. Dezember unterzeichnen wollen, sollte das Online-Glücksspiel
deshalb ursprünglich komplett verboten werden. Inzwischen sieht der Vertrag für die
Spielbanken jedoch weitreichende Ausnahmen vor.
Nicht ohne Grund: Im Dezember will die Spielbank Niedersachsen als erste deutsche
Spielbank ein reines Internet-Casino eröffnen. „Wir sind zuversichtlich, bis Ende des
Jahres zu starten“, sagt Karen Krüger, Sprecherin der Niedersächsischen Spielbanken. Die
Genehmigung durch Finanzminister Hartmut Möllring ist laut WirtschaftsWoche-Information
nur noch Formsache.
Quelle Casinos.ch







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