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Derzeit wird in Amerika extra viel gepokert. Allerdings vorzugsweise in Las Vegas und
dort live. Offenbar nutzt man die derzeitige Medienpräsenz der World Series of Poker, um auch den Unlawful Internet Gambling Enforcement Act (UIGEA) nun unschädlich zu machen. Vor Wochen wurde bereits die neue Bill von Barney Frank vorgelegt. Dieser Gesetzesentwurf sieht vor, dass die Online-Gaming-Anbieter unter bestimmten Voraussetzungen um eine offizielle Lizenz für die Vereinigten Staaten ansuchen können. Frank hat seitdem viele Sympathiestimmen bekommen, nicht nur bei den Wählern, sondern auch im Kongress. Seiner Ansicht nach sind es noch nicht genug Stimmen um die Bill tatsächlich zum Gesetz zu machen. Möglicherweise bekommt er aber nicht mehr die Zeit, noch mehr Stimmen zu sammeln, da bereits Gerüchte über eine baldige Abstimmung im Umlauf sind. Unterstützung bekommt die Bill nun durch zwei weitere. Der Kongressabgeordnete Robert Wexler hat diese Woche einen Gesetzesvorschlag präsentiert, der unter anderem Poker von den Glückspielen lösen soll. Die Versuche gab es in den einzelnen Bundesstaaten bereits, diese sind allerdings gescheitert. Wexler will Poker, Bridge, Mah-Jongg und Schach offiziell als Geschicklichkeitsspiele definieren lassen. Die Abgeordnete Shelley Berkley hat bereits im April eine Studie in Auftrag gegeben, die beweisen soll, dass Poker tatsächlich ein Geschicklichkeitsspiel ist. Die durch den UIGEA entstandene Bewegung “Safe and Secure Internet Gambling Initiative” (SSIGI) präsentiert nur durch den Kongressabgeordneten Jim McDermott einen weiteren Gesetzesvorschlag. Dieser basiert auf der Bill von Barney Frank und sieht eine Fixbesteuerung von 2 % für die Online-Gaming Anbieter vor. Während die Lizenzen unabhängig von Spieleranzahl und Umsätzen ihren Preis haben werden, soll jeder Online- Anbieter noch 2 % aller Einzahlungen, die von Usern getätigt werden, an den Fiskus abgeben. Der Vorschlag der SSIGI hat durchaus Erfolgsaussichten. So hat man zum Beispiel auch den Vorstand des National Council on Problem Gaming, auf der richtigen Seite. In einer Presseaussendung der SSIGI wird Keith Whyte zitiert, der sich eindeutig für die ausgezeichneten Vorkehrungen der Pokerseiten ausspricht. Das Setzen persönlicher Limits und die Möglichkeit, sich sogar selbst zu sperren, werden als äußerst positiv angenommen. Oft auch zitiert wird die Möglichkeit der Geldwäsche oder das Unterschreiten des gesetzlichen Mindestalters. Auch diese Argumente werden von SSIGI durch entsprechende Persönlichkeiten entkräftet. Allen Gesetzesentwürfen zusammen wird doch eine gewisse Aussicht auf Erfolg eingeräumt. Vor allem die Modelle mit Lizenzen und Besteuerungen gelten doch als sehr aussichtsreich. Vielleicht ist der UIGEA doch schon Geschichte, ehe die 270 Tage zur endgültigen Rechtsauslegung vorbei sind. Quelle: www.swisspoker.ch |
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